Aktuelles

Bienen – Artenschutz mit Gentechnik?

Gen-Schere CRISPR soll Bienen resistent gegen Pestizide machen
Mittwoch, 3. July 2019

Im Februar 2019 erschien in Südkorea die erste Publikation einer Forschungsarbeit, deren Ziel darin bestand, Bienen per CRISPR-Technologie resistent gegen Pestizide zu machen. Auf diese Weise sollen die Bestäuber mittels Gentechnik vor Insektengiften „geschützt“ werden. Dieses Projekt ist kein Einzelfall: Immer häufiger propagieren interessierte Kreise den Einsatz gentechnisch veränderter Organismen als Mittel zum „Schutz“ gefährdeter Arten. Dabei sollen natürliche Populationen durch gentechnisch „optimierte“ Organismen auch vollständig ausgetauscht werden.

EU-Kommissar Andriukaitis opfert Wissenschaft den Interessen des Handels

Antwort der Kommission auf gemeinsamen Brief von 40 Organisationen wegen fehlender Sicherheit von Gentechnik-Pflanzen

28. Juni 2019 / Die EU-Kommission hat auf einen gemeinsamen Brief von mehr als 40 Organisationen aus den Bereichen Wissenschaft, Umweltschutz, Lobby-Kontrolle, Lebensmittelproduktion und Landwirtschaft reagiert. Diese warnen davor, dass die derzeitige EU-Kommission noch vor dem Herbst rund ein Dutzend Zulassungen für Gentechnik-Pflanzen erteilen könnte, obwohl deren Risikobewertung wissenschaftlich unzureichend ist. Die Antwort aus dem Kabinett des EU-Kommissars Andriukaitis verweist auf die Zuständigkeit der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA.

Patent-Kartell für große Konzerne

Neue Gentechnik forciert Konzentrationsprozess in der Züchtung

24. Juni 2019 / In der Diskussion um die Einführung von Genome Editing in der Züchtung wird immer wieder argumentiert, dass die neuen Gentechnikverfahren billiger seien als die bisherigen und deswegen auch von kleineren Unternehmen eingesetzt werden könnten. Dass die neuen Verfahren, bei denen u. a. Nukleasen wie CRISPR/Cas9 eingesetzt werden, ebenso patentiert werden wie die damit manipulierten Pflanzen und Tiere, wird dabei gerne verschwiegen.

Bundesrat: Invasive neue Gentechnik braucht strengere Sicherheitsauflagen, als es Landwirtschaftsministerin Klöckner wünscht

Gene-Drive-Organismen könnten erstmals im Gentechnikrecht reguliert werden
Donnerstag, 6. June 2019

Bei einer am Freitag, den 07.06.2019 im Bundesrat erwarteten Abstimmung könnten die Bundesländer dazu beitragen, die Artenvielfalt vor einer Bedrohung durch ein neues Gentechnikverfahren besser zu schützen, als es Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) in der Novelle der Gentechniksicherheitsverordnung vorsieht. Dabei geht es um Sicherheitsauflagen für sogenannte Gene-Drive-Organismen (GDO), die mit besonders hohen Risiken für die Umwelt einhergehen.

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