Aktuelles

Europäisches Patent auf gentechnisch veränderte Insekten erteilt

Nach Paarung in natürlichen Populationen sollen Nachkommen sterben oder verkrüppeln

17. Dezember 2016 / Das Europäische Patentamt hat der Firma Oxitec ein Patent auf gentechnisch veränderte Insekten erteilt (EP 1984512). Beansprucht werden synthetische Gensequenzen, mit denen Insekten erheblich geschädigt oder getötet werden können. Das Patent erstreckt sich auch auf die Tiere, die entsprechend gentechnisch verändert sind. Nachdem die Insekten freigesetzt sind, sollen sie sich in den natürlichen Populationen paaren. Die Nachkommen sollen steril, blind oder flügellos geboren werden bzw. in einem frühen Stadium der Entwicklung sterben.

EU-Gericht weist Klage gegen Zulassung von Gentechnik-Soja zurück

Wichtige Fragen der Risikobewertung bleiben ungeklärt
Donnerstag, 15. December 2016

Der EU-Gerichtshof (EuGH) hat heute über eine Klage gegen die Zulassung der Gentechnik-Soja Intacta der US-Firma Monsanto entschieden (T-177/13). Nach Auffassung des Gerichts wurde die Soja entsprechend den gesetzlichen Vorgaben auf ihre Risiken geprüft. Der EuGH bestätigt damit die Prüfung durch die europäische Lebensmittelbehörde EFSA und die Entscheidung der EU-Kommission.

Rechtsgutachten: Anbau von Gentechnik-Mais in der EU muss ausgesetzt werden

Anträge der Konzerne in zentralen Punkten fehlerhaft
Mittwoch, 7. December 2016

Ein aktuelles Rechtsgutachen zeigt, dass die in der EU eingereichten Anträge auf Anbau von gentechnisch verändertem Mais in zentralen Punkten fehlerhaft sind. Die Anträge müssen laut Rechtsgutachten zurückgewiesen und die bereits bestehende Zulassung für Mais MON810 widerrufen werden. Betroffen sind die Konzerne Monsanto, Pioneer/DuPont und Syngenta. Die Firmen haben aktuelle Entwicklungen nicht berücksichtigt und deswegen die Risiken einer unkontrollierten Ausbreitung der manipulierten Mais-Gene falsch eingeschätzt.

Vor internationaler Konferenz: Bundesumweltministerin Hendricks ist gegen Einsatz von „Gene-Drives“

Unkontrollierte Ausbreitung von Gentechnik-Organismen ist bereits heute Realität

4. Dezember 2016 / Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks spricht sich gegen die Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen aus, die mit einem „Gene-Drive“ ausgestattet sind. „Ich teile Ihre Bedenken, dass ,Gene Drive‘ erhebliche Auswirkungen auf die Ökosysteme haben kann und dass daher insbesondere Vorsicht bei der Forschung und Risikobewertung walten sollte. Eine Freisetzung von Organismen, bei denen ,Gene Drive‘ verwendet wird, halte ich aus ökologischer Sicht zurzeit für nicht vertretbar“, positioniert sich die Ministerin im Vorfeld zur 13.

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