Aktuelles

Präzedenzfall CRISPR-Pilze

Muster gentechnischer Veränderungen entspricht nicht demjenigen natürlicher Gen-Varianten

26. Juni 2017 / Heute treffen sich auf Einladung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Berlin ExpertInnen, um über neue Gentechnik-Verfahren zu diskutieren. Ein Beispiel für mithilfe dieser Verfahren veränderte Organismen sind Speisepilze, deren Schnittflächen nicht braun werden sollen, um sie länger lagern zu können. Nach Angaben der Penn State Universität, die die Pilze mithilfe der Gen-Schere CRISPR-Cas entwickelte, wurden dabei keine zusätzlichen Gene eingefügt, sondern „nur“ mehrere kurze Abschnitte des natürlichen Genoms entfernt.

Neue EFSA-Leitlinien zur Wahrung der Unabhängigkeit

Testbiotech fordert deutliche Nachbesserungen

19. Juni 2017 / Die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA will am Mittwoch über neue Leitlinien zur Wahrung ihrer Unabhängigkeit entscheiden. Nach Ansicht von Testbiotech gibt es dabei erheblichen Verbesserungsbedarf. Die Behörde muss demnach vor allem die Unabhängigkeit von der Agrar- und Lebensmittelindustrie als zentrales Ziel definieren und sich zugleich klar und eindeutig zu ihren Schutzzielen bekennen.

Glyphosat: Die EU lässt sich von der Industrie erpressen

EU-Kommission hat Verbot wohl nie ernsthaft in Betracht gezogen

24. Mai 2017 / Die EU-Kommission hat angekündigt, die Zulassung von Glyphosat um weitere zehn Jahre zu verlängern. Grundlage der Entscheidung ist angeblich die jüngste Einschätzung der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), die Glyphosat im März 2017 für unbedenklich erklärt hatte. Auf diese aktuelle Einschätzung beruft sich nun zumindest die EU-Kommission.

25 Jahre Patent auf die Krebsmaus

Türöffner für Patente auf Säugetiere

19. Mai 2017 / Vor 25 Jahren, im Mai 1992, erteilte das Europäische Patentamt (EPA) das erste Patent auf Säugetiere, es handelte sich um die sogenannte Krebsmaus (EP0169672). Die Mäuse waren gentechnisch so manipuliert, dass sie im Laufe ihres Lebens zwangsläufig an Krebs erkranken mussten. Angemeldet hatte das Patent die Harvard-Universität, genutzt wurde es vom US-Konzern DuPont. Gegen das Patent auf die „Krebsmaus“ wurden viele Einsprüche eingelegt. Das Patent wurde daraufhin zwar eingeschränkt, blieb aber dennoch bestehen.

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