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Bericht von Testbiotech zeigt wachsende Anzahl von Patenten auf Pflanzen aus Neuer Gentechnik
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Die ‚Gen-Schere‘ CRISPR/Cas feiert Geburtstag

Vor zehn Jahren erschien Publikation als Wegbereiterin der ‚Neuen Gentechnik‘

9. August 2022 / Am 17. August vor genau zehn Jahren erschien eine wichtige Publikation, in der erstmals beschrieben wird, wie die ‚Gen-Schere‘ CRISPR/Cas9 dazu eingesetzt werden kann, um gezielt Veränderungen im Erbgut herbeizuführen: Bei diesem Verfahren wird ein RNA-Molekül als eine Art Sonde verwendet, um die Gen-Schere an eine bestimmte Stelle im Erbgut zu lenken und sie dort zu aktivieren. Das dafür entscheidende Enzym Cas9 stammt ursprünglich aus Bakterien und gehört zur Gruppe von Nukleasen, die in der Lage sind, den Doppelstrang der DNA zu durchtrennen.

BGH trifft keine Entscheidung über Patent auf menschliche embryonale Stammzellen

Testbiotech mit Klage nur zum Teil erfolgreich

21. Juli 2022 / Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat heute keine Entscheidung über ein Patent auf die Gewinnung embryonaler Stammzellen aus menschlichen Embryonen getroffen. Der Grund: Das Patent war zum Zeitpunkt der Verhandlung bereits erloschen. Der BGH sah daher keinen Anlass, hier aktiv zu werden. Der Antrag von Testbiotech, trotzdem über die Rechtmäßigkeit der Erteilung des Patentes zu entscheiden, wurde abgelehnt.

Einsatz von Neuer Gentechnik in der Landwirtschaft erfordert Folgenabschätzung

Kritik an einseitiger Position der EU-Kommission

19. Juli 2022 / Testbiotech fordert eine umfassende Technikfolgenabschätzung des Einsatzes der Neuen Gentechnik (NGT) in der Landwirtschaft. Diese Forderung steht im Zentrum einer Eingabe zu einer öffentlichen Konsultation der EU-Kommission über die künftige Regulierung von Gentechnik-Pflanzen. Testbiotech warnt davor, dass die Kommission eine Absenkung der Standards für die Zulassungsprüfung plant, die einer Deregulierung gleichkommt. Zusätzlich soll die Einführung der Neuen Gentechnik in der Landwirtschaft durch gezielte Maßnahmen gefördert werden.

Patent auf menschliche embryonale Stammzellen vor dem BGH

Testbiotech verlangt Widerruf wegen öffentlichem Interesse

14. Juli 2022 / Am 21. Juli findet vor dem Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe eine Verhandlung zu einem Patent statt, das auch die Gewinnung embryonaler Stammzellen aus menschlichen Embryonen umfasst. Das in 2004 angemeldete Patent DE102004062184 wurde 2013 vom Deutschen Patentamt erteilt. Testbiotech hatte 2020 beim Bundespatentgericht eine Nichtigkeitsklage eingereicht. In Reaktion auf die Klage hat der Patentinhaber die Zahlung der Gebühren zur Aufrechterhaltung des Patentes gestoppt, es ist damit erloschen.

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