Aktuelles

Willkommen zum Newsletter von EFSA GMO Watch

Die EU ist gespalten im Umgang mit gentechnisch veränderten (GV) Pflanzen. Nur eine einzige Pflanze ist für den Anbau in der EU zugelassen, und selbst diese ist in mehreren Ländern verboten. Relativ wenig verschiedene GV-Events werden als Nahrungs- oder Futtermittel importiert. Die Risikoabschätzung des GVO-Gremiums der EFSA ist unter ständiger Kritik. Dennoch begutachtet die EFSA mehr und mehr GVO-Anträge.
Der EFSA GMO Watch wurde eingerichtet, um diese Arbeit der EFSA unter ständiger Beobachtung zu behalten.

Die Rückkehr der Triffids

In September 2009 tauchten gentechnisch veränderte Pflanzen aus der Versenkung auf, die bereits als ausgerottet galten. Gentechnisch veränderter Flachs CDC-FLØØ1-2 (FP967), der gegenüber Unkrautvernichtungsmitteln unempfindlich gemacht wurde, bekannt auch unter dem Namen Triffid, wurde bei Analysen von Lebensmitteln (Backwaren und Müsli) in Europa gefunden. Offiziell war 2001 in Kanada jegliches Saatgut vernichtet worden. Trotzdem fand sich der gentechnisch veränderte Leinsamen nun in Deutschland und anderen EU-Ländern, und wurde auch in Regionen außerhalb der EU transportiert.

Internationales Bündnis aus Landwirten und Verbänden warnt vor „Monsantosierung“

In einer Pressemeldung vom 21. Oktober 2009 warnt die internationale Koalition Keine Patente auf Saatgut vor einer zunehmenden Monopilsierung von Pflanzen, Tieren, Saatgut und Lebensmitteln. Ähnlich äußerte der UN Berichterstatter für das Recht auf Nahrung Oliver de Schutter, dass Patente auf Saatgut die internationalen Lebensmittelkrisen verschärfen könne.

Risikobewertung gentechnisch veränderter Pflanzen muss neu geregelt werden

Expertengruppe Testbiotech fordert crash test
Dienstag, 20. Oktober 2009
München

Mit einem neuen Risikokonzept für transgene Pflanzen tritt die Expertengruppe Testbiotech e.V. erstmals an die Öffentlichkeit. In ihrem Bericht zeigen die Verfasser die mangelnde Sicherheit bei der Prüfung gentechnisch veränderter Pflanzen auf. Diese entspricht nicht dem aktuellen Forschungsstand. Testbiotech schlägt unter anderem die Einführung eines Crash-Tests für gentechnisch manipulierte Pflanzen vor. Der Report wird heute in Straßburg an Corinne Lepage, Vizepräsidentin des Ausschusses für Umwelt, Gesundheit und Lebensmittelsicherheit des Europäischen Parlamentes übergeben.

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