Zweite Abstimmung über neue Anbauzulassungen für Gentechnik-Mais

Vertreter von Mitgliedsstaaten und die EU-Kommission trafen sich heute erneut in Brüssel

27. März 2017 / Heute trafen sich die Repräsentanten von EU-Mitgliedsstaaten und die EU-Kommission erneut in Brüssel, um über den Anbau von gentechnisch verändertem Mais zu beraten und abzustimmen. Die EU-Kommission will neue Anbauzulassungen für Gentechnik-Mais für die Anbausaison 2017 erteilen. Drei Varianten von Insektengift produzierendem Mais stehen zur Zulassung an, sie sind als MON810, Mais 1507 und Bt 11 registriert. Es handelt sich um Saatgut der Konzerne Monsanto, DuPont und Syngenta.

Ein aktueller Hintergrundbericht von Testbiotech zeigt, dass viele Risiken, die mit dem Anbau dieser Pflanzen einhergehen, bislang nicht im Detail untersucht wurden. Insbesondere kann der Gentechnik-Mais seine Gene mit einer anderen Pflanzenart austauschen, die als Teosinte bekannt ist und sich seit einigen Jahren vor allem in Spanien ausbreitet. Bei der heutigen Abstimmung wurde keine ausreichende Mehrheit für die Anbauzulassung erreicht. Jetzt bleibt es der EU-Kommission überlassen, über den Anbau zu entscheiden.

Kontakt:
Christoph Then, Tel 0151 54638040, info@testbiotech.org

Weitere Informationen:

Bericht von Testbiotech über Risiken des Anbaus von gentechnisch verändertem Mais: www.testbiotech.org/node/1758

Testbiotech-Hintergrund über die Standards der EU-Risikobewertung: www.testbiotech.org/node/1667

Testbiotech-Bewertung der von der EU-Kommission vorgeschlagenen Änderungen für die Prüfung von Umweltrisiken: www.testbiotech.org/en/node/1776

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