KI & NGT-Viren

Im Jahr 2025 gelang es erstmals, funktionsfähige Viren mithilfe von KI zu entwickeln. Dabei entstanden bisher unbekannte Viren-Varianten, die auf Bakterien spezialisiert sind, sogenannte Bakteriophagen. Bakteriophagen sind dafür bekannt, dass sie Bakterien nutzen, um sich zu vermehren. Die befallenen Bakterien gehen zugrunde, dabei entsteht die nächste Generation der Viren, die dann erneut Bakterien befallen können. Die KI-Viren sind in manchen ihrer Eigenschaften ihren Ausgangsformen überlegen. Im Versuch wurden nicht nur einzelne DNA-Abschnitte verändert, sondern das gesamte Erbgut neu designt.

Bei der Entwicklung wurden die genomischen KI-Basismodelle ‚Evo 1‘ und ‚Evo 2‘ via deep learning mit fast drei Millionen Genomen von existierenden Bakteriophagen so trainiert, dass auch komplexe Interaktionen zwischen Genen und deren Regulation berücksichtigt wurden.

Nach einer Freisetzung können sich Bakteriophagen beständig weiterentwickeln, neue Eigenschaften erwerben und möglicherweise auch nützliche und lebensnotwendige Bakterien abtöten. Zudem könnte das Verfahren auch auf Viren angewandt werden, die gefährliche Krankheiten verbreiten.

Die Herstellung künstlicher Viren wird mit neuen KI-gesteuerten DNA-Konstruktionsmodellen wie beispielsweise ‚Sidewinder‘ weiter vorangetrieben, die insbesondere die Synthese langer DNA-Sequenzen erheblich beschleunigen, den korrekten Zusammenbau mit sehr hoher Genauigkeit ermöglichen und gleichzeitig relativ kostengünstig sein sollen.

Veröffentlichung / Letztes Update

März 2026