Superfood ohne Risiken und Nebenwirkungen?

Aus Gentechniklaboren in China und England kommt eine neue „Supertomate“, die mit Hilfe von der Neuen Gentechnik (NGT) produziert wurde (Hong et al. 2026). Dafür wurden fünf DNA-Sequenzen verändert, um die Konzentration an Vitamin D3, Vitamin C, Karotinen und γ-Aminobuttersäure (GABA) zu erhöhen. Fütterungsversuche mit gentechnisch veränderten Mäusen sollen zeigen, dass diese Tomaten eine vorbeugende Wirkung gegen Krebs haben. Allerdings lassen sich derartige Ergebnisse oft nicht auf Menschen übertragen.
Was ist daran bedenklich?
Angeblich sind die Tomaten, abgesehen von den erwünschten Veränderungen, von normalen Tomaten nicht zu unterscheiden. Doch das ist sehr wahrscheinlich falsch. Es ist aus früheren Versuchen bekannt, dass NGT-Tomaten, die eine hohe Konzentration an Vitamin D3 aufweisen, dafür weniger der natürlichen Inhaltsstoffe enthalten, die den Verzehr von Tomaten sonst so gesundmachen. Auch die Abwehrkräfte der Pflanzen sind geschwächt (Li et al., 2022). Der Grund dafür ist, dass in den NGT-Tomaten jener Stoffwechselweg blockiert wird, der dafür sorgt, dass sog. Tomatine und Esculeoside gebildet werden. Tomatine wehren Krankheitserreger während der Reifezeit ab. Esculeoside sind besonders gesundheitsfördernde Stoffe in reifen Tomaten, die zum Beispiel Tumore verhindern, den Cholesterinspiegel senken und Arteriosklerose reduzieren können. Deswegen wird insbesondere ein hoher Gehalt an Esculeosiden als ein Ziel in der Tomatenzucht propagiert (Ngo et al., 2022; Liu et al., 2023).
Die Folgen
Ob der Verzehr der Tomaten negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann, wurde nicht untersucht. Die Behauptung, dass er erhebliche gesundheitliche Vorteile hat, muss bezweifelt werden. Zu befürchten ist, dass diese Tomaten nur der Anfang sind für eine ganze Reihe von Pflanzen aus Neuer Gentechnik, die angeblich gesundheitliche Vorteile bieten, um so den europäischen Markt für gentechnisch veränderte Nahrungsmittel zu öffnen.
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