Störung von Ökosystemen

Es gibt bereits mehr als 100 Veröffentlichungen zu NGTAnwendungen, die sich auf die Veränderung des Blütezeitpunkts fokussieren. Diese umfassen ein breites Spektrum an Pflanzenarten (Hodaei und Werbrouck, 2023). In einer weiteren Veröffentlichung wird gezeigt, dass die Blütenarchitektur sogar an eine Bestäubung durch Roboter angepasst werden kann (Xie et al., 2025). In vielen Fällen weisen die NGT-Pflanzen eine Kombination von genetischen Veränderungen auf, die bisher unbekannt waren und durch konventionelle Züchtung praktisch nicht zu erreichen sind.
Farbe, Duft und Struktur der Blüten sind entscheidend für die Präferenz von Bestäubern, bestimmte Pflanzen aufzusuchen. Experimente zeigen, dass gentechnische Eingriffe, die zur Veränderung der Blütenfarbe führen, auch zu einem Wechsel der Bestäuber – bspw. von Schwärmern (Schmetterlingen) zu Bienen – bewirken können (Lüthi et al., 2022). Bei großflächigem Anbau können NGT-Pflanzen mit manipulierten Blüten die Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und Bestäubern stark beeinträchtigen, was Kettenreaktionen für ganze Ökosysteme zur Folge haben kann (Testbiotech, 2026a).
Anwendungen wie die extrem frühe Bildung der ersten Blüten bei NGT-Pappeln (Ortega et al., 2023), an die Bestäubung durch Roboter angepasste Blüten (Xie et al., 2025) oder Veränderungen der Blütenfarbe, um bestimmte Bestäuber anzulocken (Lüthi et al., 2022), können innerhalb der vorgeschlagenen EU-Grenzwerte für eine beschleunigte Freisetzung und Marktzulassung realisiert werden.
Veröffentlichung / Letztes Update
Februar 2026
Weitere Informationen:
Testbiotech (2026a) Manipulated flowering in NGT plants: A crack in ecosystems.