Gentechnik-Kühe

Worum geht es?

In Neuseeland wurde ein gentechnisch verändertes Kalb („Daisy“) geboren, dessen Milch weniger allergene Eiweiße enthalten soll. Erzielt wird dieser Effekt durch einen Eingriff in die Genregulation. Die Aktivität natürlicher Gene wird dadurch blockiert.

 

Was ist problematisch?

Laut einem Bericht wurden bis 2014 bei hunderten Versuchen die meisten Tiere aufgrund von Gendefekten nicht lebend geboren oder aber mussten getötet werden, weil sie krank oder nicht wie erwartet gentechnisch verändert waren. Nur ein einziges gentechnisch verändertes Kuh-Kalb wurde geboren, welches tatsächlich Milch mit weniger allergieauslösenden Eiweißstoffen produzieren könnte. Aber auch bei „Daisy“ blieben Gen-Defekte nicht aus: Ihr fehlt aufgrund unerwarteter Nebeneffekte der Schwanz und ihre Organe weisen abnorme Veränderungen auf. Die Milch ist in ihren Inhaltsstoffen stark verändert. Die neuseeländischen Gentechniker schreiben, dass die Milch möglicherweise noch zur Herstellung von Käse geeignet sein könnte.
Es gibt mehrere Projekte, bei denen Kühe gentechnisch so verändert werden sollen, dass sie spezielle Milch erzeugen. Alle diese Versuche gehen mit erheblichen Problemen für den Tierschutz und schwer abschätzbaren Risiken für VerbraucherInnen einher.

 

Weitere Informationen:

Mit den neuen Gentechnik-Verfahren des Gene Editing sollen in den nächsten Jahren mehr und mehr gentechnisch veränderte Tiere geschaffen werden. Sie sollen freigesetzt, in der Landwirtschaft eingesetzt und zur Gewinnung von Lebensmitteln genutzt werden. Mit diesen Tieren kommen sowohl neue Risiken als auch ethische Fragen sowie neue Abhängigkeiten auf die Landwirtschaft und die VerbraucherInnen zu. Eine Tierzucht im Sinne der Interessen von Firmen, die vor allem ihre patentierten Tiere verkaufen wollen, bedeutet für Landwirte und mittelständische Züchter die Bedrohung ihrer Existenz und eine drastische Ausweitung der industriellen Massentierhaltung.

Helfen Sie mit, der Gentechnik Grenzen zu setzen und

• die Ethik zu stärken

 

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Publication year: 
2017