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Gentechnik-Mücken ziehen weitere Kreise

Unternehmen Oxitec versteckt sich hinter fragwürdigen Behauptungen

26. September 2019 / Das Unternehmen Oxitec zieht die Aussagen einer aktuellen Publikation in Zweifel, nach der es zu einer unkontrollierten Ausbreitung von Gentechnik-Mücken in Brasilien gekommen ist. Lediglich bis zu fünf Prozent der Tiere hätten überlebt und es gebe keine Hinweise darauf, dass sich diese in Zukunft weiter ausbreiten würden. Außerdem sei nicht bewiesen, dass sich auch die transgenen Eigenschaften mit den Mücken ausgebreitet hätten, die die Versuche überlebt haben. Die Behauptungen von Oxitec sind jedoch wissenschaftlich zweifelhaft.

Europäischer Gerichtshof hält genauere Prüfung der Risiken von Gentechnik-Soja nicht für notwendig

Entscheidung über Klage dreier Nichtregierungsorganisationen gegen EU-Zulassung einer Soja von Monsanto (Bayer)
Donnerstag, 12. September 2019

Heute hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) sein Urteil zu einer Klage veröffentlicht, die Testbiotech gemeinsam mit dem Europäischen Netzwerk kritischer WissenschaftlerInnen (European Network of Scientists for Social and Environmental Responsibility, ENSSER) sowie dem Verein Sambucus eingereicht hatte (C-82/17P). Dabei geht es um die Risiken einer Gentechnik-Soja des Konzerns Monsanto (Bayer) mit dem Markennamen 'Intacta'. Nach dem Urteil des Gerichts wurden die Risiken der Gentechnik-Soja ausreichend untersucht, bevor sie zum Import zugelassen wurden.

Gentechnik-Mücken außer Kontrolle

Gentechnik-Insekten breiten sich in Brasilien aus
Mittwoch, 11. September 2019

Nach aktuellen Forschungsergebnissen haben Freisetzungsversuche mit Gentechnik-Mücken der Firma Oxitec (Intrexon) in Brasilien dazu geführt, dass sich diese unkontrolliert in der Umwelt ausbreiten. Die Ägyptischen Tigermücken (Aedes aegypti) sind gentechnisch so verändert, dass ihre Nachkommen nicht lebensfähig sind. Nach ihrer Freisetzung sollten sich diese mit wildlebenden weiblichen Mücken dieser Art paaren, die gefährliche Krankheiten wie Dengue-Fieber übertragen. Es war beabsichtigt, auf diese Weise die natürliche Mückenpopulation zu dezimieren.

Erste umfassendere Bewertung der Risiken von Gene Drives aus Deutschland

Projekt GeneTip stellt erste Ergebnisse vor

19. August 2019 / Das Forschungsprojekt GeneTip wurde von 2017 bis 2019 gemeinsam von den Universitäten Bremen und Vechta, der Universität für Bodenkultur Wien sowie Testbiotech e.V. München durchgeführt. Im Zentrum des Pilotprojekts standen Risiken der Ausbreitung neuartiger gentechnisch veränderter Organismen in der Umwelt. Dabei wurden insbesondere Tiere und Pflanzen mit sogenannten Gene Drives näher untersucht. Am Beispiel von zwei Fallstudien konkretisierten die Projektbeteiligten die Zusammenhänge.

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