Nächste Runde bei der Petition für unabhängige Risikoforschung und bei der Aktion „Stoppt SmartStax“

Bisher haben einige Tausend Menschen die Petition zur Stärkung der unabhängigen Risikoforschung unterschrieben, die im Mai von einem breiten Bündnis von Organisationen gestartet wurde. Auch an der Aktion gegen die EU-Zulassung von SmartStax haben sich einige Tausend Engagierte beteiligt. Gestern hat es noch keine endgültige Entscheidung über die Marktzulassung des Gentechnik-Mais gegeben. Testbiotech wird beide Aktionen fortführen.

In der Petition wird gefordert, das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sowie vier weitere Behörden und Einrichtungen des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hinsichtlich ihrer Unabhängigkeit gegenüber der Industrie zu überprüfen.
Zudem wird eine Neuordnung der Forschungsförderung angemahnt. Unternehmen, die risikobehaftete Produkte vermarkten, sollen Gelder zur Förderung der unabhängigen Risikoforschung bereitstellen. An der Entscheidung über die Vergabe der Gelder sollen neben anderen auch Umwelt- und Verbraucherverbände beteiligt werden. Auch nachdem die Frist für die Online-Unterzeichnung beim Bundestag heute ausläuft, wird Testbiotech bis zur Bundestagswahl weiter Unterschriften sammeln und diese dann dem neu gewählten Bundestag übergeben.

Gestern haben die Mitgliedsländer und die Kommission über die EU-Zulassung des Gentechnik-Mais SmartStax beraten. Weil dabei keine Einigung erzielt wurde, gehen die Beratungen jetzt in die nächste Runde. Eine Entscheidung ist erst in den nächsten Wochen zu erwarten. Der gentechnisch veränderte Mais SmartStax der Firmen Monsanto und Dow AgroSciences ist eine Kreuzung aus vier verschiedenen gentechnisch veränderten Pflanzen (MON 89034×1507×MON88017×59122), produziert sechs verschiedene Insektengifte, ist gegenüber zwei Unkrautvernichtungsmitteln resistent und soll für Futter- und Lebensmittel zugelassen werden. Seine Risikobewertung zeigt gravierende Schwächen, so wurden nicht einmal die Wechselwirkungen der verschiedenen Toxine und Spritzmittelrückstände untersucht. Testbiotech wird die E-Mail-Aktion fortführen, bis über die Marktzulassung entschieden ist.

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