Aktuelles

CRISPR-Fische: Verdacht auf Qualzucht

Rote Seebrassen mit Extra-Muskeln im Angebot in Japan

1. November 2021 / In Japan sollen erstmals Speisefische in Verkehr gebracht werden, deren Erbgut mit der Gen-Schere CRISPR/Cas verändert wurde. Es handelt sich um Rote Seebrassen, bei denen Gene ausgeschaltet wurden, die für die Regulierung des Muskelwachstums zuständig sind. In der Folge zeigen die Tiere ein stärkeres Muskelwachstum, größeren Leibesumfang, eine verkürzte Körperlänge und eine Fehlstellung der Rückenwirbel. Im Vergleich zu ihren normalen Artgenossen nehmen sie schneller zu und scheinen sich weniger zu bewegen.

Wissenschaftliche Publikation über neuartige Risiken und Anwendungen der Gen-Scheren

Notwendigkeit zu fallspezifischer Risikoprüfung von Pflanzen aus Neuer Gentechnik

26. Oktober 2021 / Eine neue wissenschaftliche Publikation im Fachjournal Plants gibt einen Überblick über die Anwendungsmöglichkeiten der Neuen Gentechnikverfahren und ihre spezifischen Risiken. Die Studie zeigt, dass vermeintlich kleine Veränderungen im Erbgut von Nutzpflanzen auch zahlreiche komplexe Veränderungen auslösen können. Pflanzen aus Neuer Gentechnik müssen, so das Ergebnis der Studie, eine fallspezifische Risikoprüfung durchlaufen, die sowohl die Eigenschaften des Endprodukts als auch verfahrensbedingten Risiken berücksichtigt.

BfN-Positionspapier zur Neuen Gentechnik und ihrer Regulierung

Hohes Risikopotenzial verlangt Einzelfallprüfung

23. Oktober 2021 / Ein im Oktober veröffentlichtes Positionspapier des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) nimmt Stellung zur Absicht der EU-Kommission, neue Gesetzesvorschläge zur Regulierung der Neuen Gentechnik an Pflanzen zu evaluieren. Das Papier kommt zu dem Schluss, dass diese Pflanzen ein ähnliches oder sogar größeres Risikopotenzial als Pflanzen aus alter Gentechnik aufweisen.

Unbeabsichtigte Veränderungen durch CRISPR/Cas zeigen neuartige Risiken

Neues Beispiel für spezifische Veränderungen außerhalb der Zielregion der Gen-Schere

14. Oktober 2021 / Bei Versuchen mit der Genschere CRISPR/Cas an Zebrafischen konnten WissenschaftlerInnen erstmals große strukturelle Veränderungen an sogenannten Off-Target-Bereichen nachweisen. Diese Bereiche liegen außerhalb der Zielregion, können dieser aber sehr ähnlich sein, weswegen die Genschere auch dort schneiden und spezifische unbeabsichtigte Mutationen auslösen kann. Wie die vorliegende Publikation zeigt, sind dabei größere Veränderungen der DNA möglich.

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