Aktuelles

Mehr Schädlinge durch transgene Soja

‚Vorteile‘ gentechnisch veränderter Pflanzen verkehren sich in ihr Gegenteil

3. Juni 2022 / In einer aktuellen Publikation berichten WissenschaftlerInnen aus Argentinien und Brasilien, wie der Anbau von transgener Soja die Ausbreitung bestimmter Schmetterlingsraupen (Spodoptera cosmioides, black armyworm) fördert, die als Schädlinge gelten. Die Gentechnik-Soja ‚Intacta‘, die ursprünglich von Monsanto entwickelt wurde, ist resistent gegen Glyphosat und produziert ein Insektengift. Jetzt zeigt sich, dass die Kombination dieser Eigenschaften die Ausbreitung der Raupen begünstigt, die erhebliche Schäden in den Feldern verursachen können.

Veränderung einzelner Gene kann ganze Ökosysteme gefährden

Publikation wirft neues Licht auf Risiken der Neuen Gentechnik

25. Mai 2022 / In einer aktuellen Publikation werden Auswirkungen der Veränderung einzelner Gene auf die Nahrungsnetze und Ökosysteme dargelegt. Dazu wurden verschiedene genetische Varianten (Allele) der Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana), die in den natürlichen Populationen gemischt vorkommen, voneinander getrennt angepflanzt. Dabei zeigte sich: Schon die Reduktion der Vielfalt in einem einzelnen Gen kann dazu führen, dass Arten, die mit den Pflanzen in Wechselwirkung stehen, aussterben. Die ForscherInnen sprechen deswegen von einem ‚Schlüsselgen‘.

EU-Kommission startet Konsultation zur Neuen Gentechnik

Suggestive Fragen deuten auf bereits feststehendes Ergebnis hin

6. Mai 2022 / Die EU-Kommission hat eine Konsultation zur künftigen Regulierung der Neuen Gentechnik gestartet. Das Ergebnis steht wohl mehr oder weniger bereits fest: Die Kommission will viele gentechnisch veränderte Pflanzen von einer verpflichtenden Risikoprüfung ausnehmen und damit ‚deregulieren‘. Dementsprechend sind viele Fragen nicht offen formuliert, sondern zeigen, dass die beschleunigte Einführung der Pflanzen ein Ziel künftiger Gesetzgebung sein soll.

Soll ‚Astroturfing‘ die Diskussion um Risiken der Gentechnik sabotieren?

Twitter-AktivistInnen verfälschen Umfrage

29. April 2022 / Wer Testbiotech auf Twitter folgt, kennt auch die AktivistInnen, deren Ziel es ist, eine seriöse Debatte um die Risiken der Neuen Gentechnik möglichst zu verhindern. Jüngstes Beispiel sind Versuche, das Ergebnis einer Testbiotech-Umfrage zu Freisetzungen gentechnisch veränderter Organismen zu verfälschen. Unter anderem riefen verschiedene AkteurInnen in ihren Netzwerken dazu auf, gleich mehrfach abzustimmen.

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