Aktuelles

Erfolg bei Einspruch gegen Patent auf gentechnisch veränderte ‚Parkinson-Affen‘

Max-Planck-Gesellschaft verzichtet auf alle Ansprüche, die Wirbeltiere betreffen

19. Februar 2021 / Testbiotech hat in einem Beschwerdeverfahren am Europäischen Patentamt (EPA) einen wichtigen Erfolg erzielt: Ein Patent der Max-Planck-Gesellschaft wird so abgeändert, dass alle Ansprüche auf gentechnisch veränderte Wirbeltiere gestrichen werden. Ursprünglich wurden im Patent viele Tierarten, von Mäusen bis hin zu Menschenaffen, beansprucht. Diese Tiere sollen für Versuchszwecke gentechnisch so verändert werden, dass sie Symptome der Parkinsonkrankheit entwickeln. Ausschlaggebend für die aktuelle Entscheidung des EPA waren ethische Gründe.

EFSA: Risikobewertung von Pflanzen aus Neuer Gentechnik auch dann notwendig, wenn keine Gene eingefügt werden

Europäische Lebensmittelbehörde präsentiert neuen Bericht

18. Februar 2021 / Die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA hat einen weiteren Bericht zur Risikobewertung von Pflanzen aus Neuer Gentechnik vorgelegt. Dieser betrifft auch Pflanzen, die mit der Gen-Schere CRISPR/Cas in ihrem Erbgut verändert wurden, bei denen aber keine zusätzlichen Gene eingefügt wurden (sogenannte SDN-1-Anwendungen). Der Bericht der EFSA zeigt, dass auch dann eine eingehende Risikobewertung durchgeführt werden muss, wenn keine zusätzlichen Gene eingefügt werden. Der Bericht ist das Ergebnis einer Konsultation, an der auch Testbiotech teilgenommen hatte.

Gestörte Wechselwirkungen zwischen Gentechnik-Baumwolle und ihrer Umwelt

Studie zeigt Risiko einer invasiven Ausbreitung im Zentrum der biologischen Vielfalt

11. Februar 2021 / Schon seit einigen Jahren ist bekannt, dass sich in Mexiko gentechnisch veränderte Baumwolle unkontrolliert in Populationen von wilder Baumwolle ausbreitet. Daraus entstehende Nachkommen sind oft transgen und produzieren folglich Insektengifte oder sind resistent gegen das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat. In einer jüngst veröffentlichten Untersuchung der Folgen für die Ökosysteme zeigte sich jetzt, dass die Interaktionen zwischen den transgenen Nachkommen und ihrer Umwelt gestört sind. Dies kann u.a.

‚CRISPR-Tomate‘ in Japan zugelassen

Breites Spektrum an ungeklärten Risiken

03. Februar 2021 / In Japan wurde im Januar eine erste ‚CRISPR-Tomate‘ zum Verzehr freigegeben. Die Gentechnik-Pflanzen sollen an KleingärtnerInnen abgegeben werden. In den Tomaten ist der Gehalt eines Inhaltsstoffes (GABA) um ein Vielfaches höher als in Früchten aus konventioneller Züchtung. Dieses Beispiel zeigt, dass der Einsatz der ‚Gen-Schere‘ CRISPR/Cas auch dann tiefgreifende Veränderungen ermöglicht, wenn keine zusätzlichen Gene eingefügt werden. Mit Anbau und Verzehr der Tomate geht ein breites Spektrum an Risiken einher.

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