Aktuelles

Gentechnik-Reis soll auf den Philippinen angebaut werden

Testbiotech warnt vor Folgen für biologische Vielfalt und regionale Sorten

4. August 2021 / Nach Angaben des Internationalen Reisforschungsinstitut IRRI hat der sogenannte ‚Goldene Reis‘ eine Zulassung für den Anbau auf den Philippinen erhalten. Die Genehmigung für den transgenen Reis wird von der philippinischen Organisation MASIPAG, der viele Reisbauern angehören, scharf kritisiert. Ihre Bedenken sind, dass mit den Pflanzen nicht der Bevölkerung geholfen, sondern vor allem die Abhängigkeit von der Gentechnikindustrie gefördert wird.

EU-Kommission behandelt Risikoprüfung transgener Pflanzen als Formsache

Testbiotech fordert Überprüfung der Zulassungen für Gentechnik-Soja und Mais

30. Juli 2021 / Die EU-Kommission hat einen Antrag von Testbiotech auf Überprüfung dreier EU-Zulassungen zurückgewiesen. Der Import der Pflanzen und ihre Verwendung in Lebens- und Futtermitteln wurden von der Kommission im Januar 2021 genehmigt. Es handelt sich um transgene Mais und Soja, die u.a. Insektengifte produzieren und gegen Herbizide wie Glyphosat resistent gemacht wurden. Testbiotech hatte im März einen Antrag auf eine Überprüfung der Entscheidung gestellt, weil die Risikoprüfung der Pflanzen nicht den gesetzlichen Bedingungen entspricht.

EU-Kommission verbreitet Desinformation

Testbiotech warnt vor Missachtung der Wissenschaft

14. Juli 2021 / Die EU-Kommission weist Kritik an ihrem Bericht über Neue Gentechnik bei Pflanzen zurück. In einem Schreiben an Testbiotech behauptet sie, dass gentechnisch veränderte Pflanzen im Vergleich zu herkömmlich gezüchteten Pflanzen keine neuartigen Risiken aufwiesen, wenn keine Gene aus anderen Arten übertragen werden. Damit wiederholt die Kommission Behauptungen von Industrie und industrienahen ExpertInnen, die in Widerspruch zur wissenschaftlichen Evidenz stehen. Testbiotech warnt deswegen vor Desinformation und Missachtung der Wissenschaft.

Neue Gentechnik: Wie sollen die Umweltrisiken geprüft werden?

Wissenschaftliche Publikation benennt Eckpfeiler

9. Juli 2021 / Eine neue Publikation von ExpertInnen verschiedener Umweltbehörden aus Deutschland, Italien, Österreich, Polen und der Schweiz definiert erste Eckpfeiler für die Risikoprüfung von Pflanzen, die mithilfe der Neuen Gentechnik (Genome Editing) bearbeitet werden. Die AutorInnen zeigen, dass es nicht gerechtfertigt werden kann, nur die Pflanzen auf Risiken zu untersuchen, bei denen zusätzliche Gene eingefügt oder besonders große Abschnitte des Erbguts verändert werden. Vielmehr sind alle Pflanzen aus Neuer Gentechnik einer verpflichtenden Risikoprüfung zu unterziehen.

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