Entscheidung über SmartStax erwartet

Treffen der EU-Kommission in dieser Woche

München/Brüssel, 4. November 2013 Beobachter erwarten, dass bei einem Treffen der Kommission am 6. November in Brüssel eine Entscheidung über die Zulassung des gentechnisch veränderten Mais SmartStax fallen wird. Der Mais wurde von den US-Konzernen Monsanto and DowAgroSciences durch Kreuzung mehrerer gentechnisch veränderter Pflanzen entwickelt. Er produziert sechs Insektizide und wurde gegen zwei Unkrautvernichtungsmittel, Glyphosat und Glufosinat, resistent gemacht. Die Entscheidung über SmartStax und einen ähnlichen Mais mit der Bezeichnung PowerCore ist seit einigen Monaten anhängig. Tausende von besorgten europäischen Bürgern haben EU-Kommissar Tonio Borg aufgefordert, den Mais nicht für die Verwendung in Lebens- und Futtermitteln zuzulassen. In einem Brief, den Testbiotech letzte Woche an die Kommission geschickt hat, werden noch einmal einige wissenschaftliche Argumente zusammengefasst, warum dieser Mais nicht als sicher angesehen werden sollte. Im Gegenteil gibt es Hinweise darauf, dass der Mais tatsächlich eine Gesundheitsgefahr darstellt.

Rückstände von Glyphosat in Soja weit über Grenzwert

Testbiotech veröffentlicht Untersuchungsergebnis aus Argentinien

Dienstag, 22. Oktober 2013
München/Buenos Aires

Testbiotech veröffentlicht heute die Ergebnisse eines Pilotprojekts, bei dem argentinische Sojabohnen auf ihren Gehalt an Rückständen von Spritzmitteln untersucht wurden. Ein Labor der Universität in Buenos Aires analysierte die Sojabohnen, die kurz vor der Ernte waren. Die Ergebnisse zeigen einen überraschend hohen Glyphosatgehalt, der in einer Probe fast 100 mg/kg erreicht. In immerhin sieben von elf untersuchten Proben liegen die Rückstände deutlich über dem internationalen Grenzwert von 20 mg/kg für Futter- und Lebensmittel. Testbiotech hatte Stichproben von Feldern in Nordargentinien genommen. Die Sojabohnen, die derzeit in Argentinien angebaut werden, sind fast alle gentechnisch verändert und resistent gegen das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat (bekannt u. a. als Roundup). Sie wurden ursprünglich von dem US-Unternehmen Monsanto entwickelt.

Rechtsgutachten zeigt Lücken in EU-Gesetzgebung

Wie kann die unkontrollierte Verbreitung von gentechnisch veränderten Pflanzen verhindert werden?

Dienstag, 8. Oktober 2013
München

Ein heute veröffentlichtes Rechtsgutachten, das von Testbiotech in Auftrag gegeben wurde, zeigt erhebliche Lücken in der EU-Gesetzgebung zur Agro-Gentechnik. Demnach ist es nicht ausgeschlossen, dass gentechnisch veränderte Pflanzen auch dann zum Anbau zugelassen werden, wenn sie sich unkontrolliert in der Umwelt verbreiten können. Testbiotech fordert vor diesem Hintergrund eine konsequente Anwendung des Vorsorgeprinzips. Kürzlich hat die Organisation einen Bericht über die weltweite unkontrollierte Ausbreitung von gentechnisch verändertem Raps veröffentlicht.

Seiten

Subscribe to testbiotech RSS