Fahrlässigkeit bei Prüfung von gentechnisch verändertem Mais
Testbiotech fordert Stopp der Marktzulassung von Mais 1507
Der gentechnisch veränderte Mais 1507, der bald zum Anbau in Europa zugelassen werden soll, birgt Risiken für Gesundheit und Umwelt. Dies zeigt ein aktueller Bericht der Organisation Testbiotech. Demnach wurde der Mais 1507 von der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) nicht ausreichend geprüft.
Obwohl er eine extrem hohe Konzentration eines Insektengiftes in seinen Pollen aufweist, hatte die EFSA keine detaillierten Studien zu möglichen Risiken für Schmetterlinge und andere Insektenarten in Europa verlangt. Die Behörde interpretierte vorhandene wissenschaftliche Studien falsch und übersah zudem wichtige Ergebnisse einer Studie, die eine überraschend hohe Empfindlichkeit einer europäischen Schmetterlingsart (Wachsmotte) gegenüber Mais 1507 zeigt. Ergebnisse über andere, geschützte europäische Schmetterlingsarten wurden nicht veröffentlicht.
Testbiotech legt Einspruch gegen Patent auf menschliche Eizellen ein
Merck Serono GmbH will auch Nutzungsrechte auf Organtransplantation und Embryonen
Der Verein Testbiotech hat am Europäischen Patentamt Einspruch gegen ein Patent der Firma Merck Serono eingelegt. Das Patent EP179 42 87 umfasst Verfahren zur Herstellung und Verwendung menschlicher Eizellen. Damit widerspricht es dem Verbot der Patentierung des menschlichen Körpers in allen Phasen seiner Entwicklung, das im Europäischen Patentrecht verankert ist.
Gentechnisch veränderter Mais fördert Ausbreitung von Schädlingen
Testbiotech warnt vor Wettrüsten auf dem Acker
Ausgelöst durch den großflächigen Anbau von gentechnisch verändertem Mais breitet sich in den USA ein neuer Schädling im Maisanbau aus. Die Raupe des Western Bean Cutworm (zu deutsch etwa 'Westlicher Bohnenschneider') befällt die Kolben von Maispflanzen, war aber bislang kein Problem für Landwirte. Jetzt verursacht er massive Schäden in den Regionen, in denen MON810 (Handelsname YieldGard) der Firma Monsanto angebaut wird.
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