Zulassung der neuen „Gentechnik-Giftsoja“ des Bayer-Konzerns nicht gestoppt

Pflanzen sind resistent gegen Cocktail gesundheitsgefährdender Herbizide

15. September 2017 / Auch in der gestrigen Abstimmung der EU-Mitgliedsstaaten wurde keine ausreichende Mehrheit gegen die Zulassung von Gentechnik-Sojabohnen von Bayer und Dow AgroSciences erreicht. Die Unternehmen wollen zwei neue Gentechnik-Sojavarianten in die EU importieren, um sie dort in Futter- und Lebensmitteln verarbeiten zu lassen. Die Sojapflanzen wurden jeweils gegen drei Herbizide resistent gemacht, mit deren Rückständen auch die Ernte belastet ist. Nach den vorliegenden Erkenntnissen muss beim Verzehr dieser Sojabohnen mit gesundheitlichen Risiken gerechnet werden.

Das genaue Abstimmungsverhältnis ist aktuell noch nicht bekannt. Testbiotech will jetzt die EU-Kommission, die in den nächsten Wochen über die Zulassung entscheiden wird, doch noch davon überzeugen, diese zu stoppen.

Testbiotech verweist insbesondere darauf, dass die Herbizide, gegen die die Sojabohnen per Gentechnik resistent gemacht wurden, Rückstände in der Ernte hinterlassen, die genauer untersucht werden müssten. Zudem wurden bei von der Industrie durchgeführten Freilandversuchen deutlich geringere Herbizidmengen eingesetzt, als unter realen Anbaubedingungen in Ländern wie den USA, Brasilien oder Argentinien üblich. Zudem wurden auch längst nicht alle relevanten Herbizide eingesetzt. Die vorliegenden Daten der Industrie sind deswegen ungeeignet, um die tatsächlichen gesundheitlichen Risiken eines Verzehrs dieser Sojabohnen zu prüfen.

Rückfragen:
Christoph Then, Testbiotech, Tel: 0151 54638040, info@testbiotech.org

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