Interne Dokumente: US-Regierung setzt EU bei neuen Gentechnikmethoden unter Druck

EU-Kommission will wesentlich striktere Regulierung als die USA

21. April 2016 / Greenpeace, Genewatch UK und Corporate Europe Oberservatory (CEO) haben heute interne Dokumente der EU-Kommission zu TTIP und neuen Gentechnikverfahren wie CRISPR/Cas veröffentlicht. Diese zeigen, dass die USA enormen Druck ausüben, damit diese gentechnische Verfahren für die Veränderung von Pflanzen nicht den EU-Regeln unterwerfen werden. Die Pflanzen sollen nach Ansicht von Industrie und US-Regierung vielmehr ohne Zulassungsverfahren auf den Markt kommen. In den USA sind bereits mehrere Pflanzen, die mit den Methoden des „Genom Editing“ hergestellt wurden, von der Gentechnikregulierung ausgenommen. Nach den vorliegenden Dokumenten will die EU-Kommission eine wesentlich striktere Regulierung als die USA.

Durch die veröffentlichten Dokumente sieht sich Testbiotech in seinen bisherigen Analysen bestätigt, dass durch Freihandelsabkommen wie CETA und TTIP eine Aufweichung der EU-Zulassungsregeln für gentechnisch veränderte Pflanzen und eine Aushöhlung des in der EU geltenden Vorsorgeprinzips droht.

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