Monsantos Daten entsprechen nicht den wissenschaftlichen Standards

Wachsende Zweifel an Sicherheit gentechnisch veränderter Pflanzen

2. Februar 2012
Brüssel

In einem gemeinsamen Schreiben an EU-Kommissar Dalli legen Testbiotech und GeneWatch (UK) neue Belege dafür vor, dass die derzeitige Risikobewertung der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA nicht ausreichend ist. Dies ist das Ergebnis einer Analyse der Originaldokumente, die Monsanto für die Risikoprüfung des gentechnisch veränderten Maises Genuity VT Triple PRO eingereicht hat. Sie zeigt, dass wichtige Unterlagen nicht die üblichen wissenschaftlichen Standards (Good Laboratory Practice, GLP) erfüllen. Dies gibt Monsanto in dem Bericht über mögliche Kombinations¬wirkungen verschiedener Insektengifte, die in den Pflanzen produziert werden, sogar selbst zu: „Es bestand nicht die Absicht, diese Untersuchung in Übereinstimmung mit den Standards der Good Laboratory Practice (GLP) durchzuführen.” Trotzdem wurden die Daten von der EFSA akzeptiert und der gentechnisch veränderte Mais als sicher bewertet.

EU-Kommission plant neue EU-Vorschriften für die Risikobewertung von gentechnisch veränderten Pflanzen - Testbiotech: Vorgesehene Änderungen reichen nicht aus

München/Brüssel, 25. Januar 2012. Die Europäische Kommission hat neue EU-Vorschriften für die Risikobewertung gentechnisch veränderter Pflanzen vorgeschlagen. Sie beziehen sich auf die Zulassung der Pflanzen in Lebens- und Futtermitteln. Werden die Vorschläge von den Mitgliedsländern angenommen, gäbe es das erste Mal rechtlich verbindliche Standards in der EU, nach denen die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA prüfen müsste. Eine erste Analyse von Testbiotech zeigt jedoch, dass die vorgeschlagenen Änderungen bei Weitem noch nicht ausreichend sind, um eine Gefährdung von Mensch und Umwelt auszuschließen.

„Golden Rice“: der fragwürdige Versuch, mit Gentechnik Hunger und Mangelernährung zu besiegen - Verbraucherorganisation foodwatch veröffentlicht Report von Testbiotech

München/Berlin, 18.1.2012. Nach mehr als zehn Jahren der Produktentwicklung soll das Vorzeigeprojekt der Gentechnik-Industrie, der sogenannte „Goldene Reis“, ab 2013 kommerziell angebaut werden. Es ist allerdings nach wie vor zweifelhaft, ob der Vitamin-A-Mangel durch den gentechnisch veränderten Reis tatsächlich bekämpft werden kann. Das dokumentiert ein aktueller Report von Testbiotech im Auftrag der Verbraucherorganisation foodwatch.

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